Mobiler Kopfhörerverstärker und DAC ULTRASONE Panther

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Testsiegel-ULTRASONE PantherMit dem ULTRASONE Panther bekommen Anwender einen portablen Digital Audio Converter (DAC) und Kopfhörerverstärker an die Hand, der problemlos in jede Hosentasche passt. Wie der hochkompakte mobile Begleiter so klingt und welche sonstigen Features er über den Klang hinaus noch mitbringt, haben wir im Rahmen des vorliegenden Testberichts einmal genauer untersucht.

Der ULTRASONE Panther ist in erster Linie ein Kopfhörerverstärker mit DAC in High-Res-Qualität, der für knapp 400 Euro erhältlich ist und durch seine kompakten Maße überzeugt. „Macht ULTRASONE jetzt externe SSD-Festplatten“, dachte ich zunächst so bei mir, als ich das Gerät zum ersten Mal aus der stabilen Kartonverpackung herausholte, in welcher der kleine Bayer von Gut Raucherberg geliefert wird. Doch Spaß beiseite – mit Maßen von gerade einmal 115,6 x 55,6 x 12 Millimetern  zeigt sich der ULTRASONE Panther wirklich äußerst kompakt und portabel. Auch das Gewicht von gerade einmal 110 Gramm lässt nicht vermuten, welch hervorragende Klangqualität dieser mobile Headphone Amp seinem Nutzer bereitstellt. Doch dazu später mehr…

Bauweise, Lieferumfang und erster Eindruck

Die bereits erwähnte, kompakte und stabile Kartonverpackung beherbergt den ULTRASONE Panther zusammen mit diversen Adapterkabeln, welche für den Betrieb benötigt werden. Die schicke 3D-Carbon-Optik des Geräts hinterlässt auf Anhieb einen wertigen Eindruck, der sich auch in der hervorragenden Verarbeitungsqualität widerspiegelt. Mit den verbauten AKM 4490 Wandler-Chips verfügt ULTRASONEs Raubkatze zudem über eine hervorragende Hardware für ein professionelles Klangerlebnis. Weiterhin gibt es weder an den Anschlussbuchsen noch am soliden Lautstärkeregler etwas auszusetzen – ganz im Gegenteil: Die Anschluss-Sektion setzt sich aus zwei Kopfhörer-Ausgängen (3,5 Millimeter unsymmetrisch und 2,5 Millimeter symmetrisch), einem Line-In (3,5 Millimeter), einem microUSB-Port zum Aufladen des Geräts und einem USB-OTG-Anschluss zusammen.

Im Lieferumfang sind zudem folgende Adapter-Kabel enthalten:

  • – USB-A auf microUSB (30 Zentimeter)
  • – USB-C auf microUSB (8 Zentimeter)
  • – Micro-USB auf microUSB (8 Zentimeter)
  • – Lightning auf microUSB (8 Zentimeter)
  • – UXX-Kabel (3,5 Millimeter; 10 Zentimeter)

Somit zeigt sich der ULTRASONE Panther durchaus flexibel und kann problemlos sowohl mit Digital Audio Playern (DAP) als auch Computern, Smartphones und weiteren Zuspielern betrieben werden.

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Der Ultrasone Panther wird unter anderem mit einer großen Auswahl an Audiokabeln geliefert.

Die inneren Werte des ULTRASONE Panther

Der integrierte Akku des ULTRASONE Panther verfügt über 3000 mAh. Der bayerische Hersteller gibt eine Betriebsdauer von 20 Stunden bei Line-In-Betrieb und 15 Stunden bei USB-OTG-Betrieb an. Die Ladedauer des Testkandidaten liegt bei drei bis vier Stunden, je nachdem wie stark der Akku zuvor beansprucht wurde. Diese Werte konnten wir in unserem Praxistest bestätigen.

Mit einer Abtastrate von 32 bis 384 kHz bei 32 Bit und den unterstützten DSD-Formaten 64, 128 und 256 respektive PCM-Audio wird der ULTRASONE Panther professionellen Ansprüchen mehr als gerecht. Übrigens: Kopfhörer mit Impedanzwerten von 16 bis 300 Ohm eignen sich für den Betrieb mit dem ULTRASONE Panther – eine ausgesprochen breite Range, die dafür sorgt, dass der Proband sowohl mit dem niederohmigen High-End-In-Ear ULTRASONE Saphire (25 Ohm) als auch mit unserer geschlossenen Over-Ear-Referenz, dem stromhungrigen Sennheiser HD 820 (300 Ohm), umzugehen versteht.

Die Raubkatze von Gut Raucherberg in der Praxis

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Der ULTRASONE Panther ist insbesondere auf hauseigene Kopfhörer wie den Referenz-In-Ear ULTRASONE Saphire ausgelegt.

Der ULTRASONE Panther verfügt lediglich über einen Lautstärkeregler mit Druckpunkt. Über diesen können dank eines durchdachten Bedienkonzepts sämtliche nötigen Einstellungen getroffen werden. Durch langes Drücken von drei Sekunden kann das Gerät ein- beziehungsweise Ausgeschaltet werden. Ein kurzes Drücken reicht, um zwischen USB-OTG und Line-In umzuschalten. Eine Funktion, die sich vor allem in der Praxis bewährte, ist die integrierte Höhenregulierung. Um diese zu aktivieren, können Nutzer durch dreimaliges, kurzes Drücken die hohen Frequenz-Anteile des Gesamtsignals reduzieren und Musikstücke so weicher gestalten. Über den auf der Rückseite verfügbaren Gain-Switch kann eine Lautstärke-Erhöhung von +6dB erreicht werden.

Hervorzuheben ist die LED-Kommunikation des ULTRASONE Panther: Über lediglich eine mehrfarbige LED werden verschiedene Betriebszustände angezeigt, ohne die kompakte Bauweise durch ein integriertes Display zu gefährden. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Informationen, mit denen die besagte LED Nutzer des ULTRASONE Panther versorgt:

Im Aus-Modus:
  • Rot: Ladevorgang
  • Grün: Ladevorgang abgeschlossen
Im Ein-Modus (USB-OTG):
  • Gelb: Kein USB-Anschluss
  • Weiß: USB-Anschluss ohne Musikwiedergabe
  • Grün: Musikwiedergabe (PMC)
  • Blau: Musikwiedergabe (DSD)
  • Rot (3x Blinken): Ladevorgang
  • Grün (3x Blinken): Laden beendet
Im Ein-Modus (Line-In):
  • Lila: Line-In-Verbindung aktiv
  • Rot (3x Blinken): Ladebetrieb
  • Grün (3x Blinken): Laden beendet

Außerdem leuchtet die LED des ULTRASONE Panther rot, sobald sein Ladezustand zu niedrig ist. Doch kommen wir nun zum Klang des getesteten Headphone Amps und DACs:

So klingt ULTRASONEs bissige Großkatze

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Je nach Betriebsmodus leuchtet die Status-LED des ULTRASONE Panther übrigens in verschiedenen Farben.

Eines schon einmal vorweg: Der ULTRASONE Panther ist vor allem auf die optimale Wiedergabe der hauseigenen Kopfhörer wie den Editions-Modellen von ULTRASONE oder den von uns getesteten In-Ear-Modellen ULTRASONE Tio (zum Test) oder Saphire (zum Test) ausgelegt. Nichtsdestotrotz wusste der Proband im Hörtest aufgrund seiner hervorragenden Ausstattung mit allen von uns getesteten Kopfhörern zu überzeugen. So betrieben wir das Gerät zum Beispiel sowohl mit dem hauseigenen Top-In-Ear ULTRASONE Saphire als auch mit dem Mittelklasse-Prachtstück CTM CE320 (zum Test). Als Wiedergabegeräte kamen der Digital Audio Player iBasso DX200 (zum Test), ein iPhone SE der neuesten Generation und ein MacBook Pro zum Einsatz. Beide Kopfhörer profitierten im Verbund mit allen genannten Zuspielern besonders in Bezug auf Räumlichkeit und Impulsverhalten vom Betrieb mit dem ULTRASONE Panther.

Hervorzuheben ist jedoch die Zusammenarbeit mit dem In-Ear-System aus demselben Hause, dem ULTRASONE Saphire: Der Song „Wow“ von Post Malone etwa wurde vom Proband mit einem ausgesprochen ausgewogenen und druckvollen Bass an den Kopfhörer übertragen. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die integrierte Höhen-Absenkung des ULTRASONE Panther. So zeigten sich die Hi-Hats bei der Wiedergabe des Songs „Old Town Road“ von Lil Nas X mit dem CTM CE320 recht harsch. Nach Aktivierung der Funktion klang der Song sogleich weicher und ausgewogener. Über den ULTRASONE Saphire musste dagegen erst gar keine Anpassung vorgenommen werden, da der Song bereits bei normaler Wiedergabe äußerst ausgewogen klang. Dies bestätigt den Ansatz des Herstellers, dass dieser Kopfhörerverstärker besonders für den Betrieb mit den hauseigenen Produkten optimiert wurde.

Des Weiteren sorgte die tolle Zusammenarbeit des ULTRASONE Panther mit dem Saphire beim Song „How to Dissapear Completely“ von Radiohead für eine hervorragende räumliche Abbildung. Alles in allem ist der ULTRASONE Panther der perfekte Begleiter, um auch unterwegs den besten Klang aus Kopfhörern heraus zu kitzeln – allen voran, jedoch bei Weitem nicht nur aus den hauseigenen Modellen.

Fazit

Der ULTRASONE Panther überzeugte in unserem Praxis- und Hörtest nicht nur durch seine kompakten Maße und eine hervorragende Verarbeitungsqualität. Besonders die exzellente Performance mit nahezu jedem Kopfhörer spricht für den kompakten und leistungsstarken Begleiter. Sie wollen auch unterwegs nicht auf einen kraftvollen Sound verzichten? Dann sollten Sie sich den ULTRASONE Panther definitiv einmal etwas genauer anschauen.

STECKBRIEF ULTRASONE PANTHER

Weitere Informationen

Abmessungen HxBxT 115,6 x 55,6 x 12 mm
Gewicht 110 g
Preis 399 Euro

AUSSTATTUNG
Gehäuse Aluminium, Carbon-Optik
Anschlüsse Eingänge: 1x 3.5 mm Line-In, 1x microUSB (Ladeanschluss), 1x microUSB OTG; Ausgänge: 1x 2,5 mm symmetrisch / 1x 3,5 mm unsymmetrisch
Bedienelemente 1x Drehregler mit Druckpunkt
Akkulaufzeit bis zu 20 Stunden (Line-In); bis zu 15 Stunden (USB-OTG)
Akkuladezeit 3 – 4 Stunden
DA-Wandlerchip AKM 4490
Kopfhörerverstärker 350mW @ PO / 32Ω; >950mW @ BAL / 32Ω
Bluetooth /
Auflösung PCM: 384 kHz / 32 Bit; DSD 64, 128 und 256
Anzeige LED-Betriebsanzeige in verschiedenen Farben

WEITERE FUNKTIONEN
integrierte Höhenregulierung

ZUBEHÖR
Adapter-Kabel: USB-A auf microUSB (30 cm), USB-C auf microUSB (8 cm), Micro-USB auf microUSB (8 cm), Lightning auf microUSB (8 cm), UXX-Kabel (3,5 cm; 10 cm)

BEWERTUNG ULTRASONE PANTHER

TESTERGEBNIS Punkte (von 100)
Klang (50%) 88
Verarbeitung (20%) 85
Ausstattung (30%) 80
Testurteil 85,0
Preis-Leistung sehr gut
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