Digital Audio Player iBasso DX200

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Digital Audio Player iBasso DX200.

Digital Audio Player iBasso DX200iBasso feiert zehnjähriges Jubiläum und bringt zu diesem Anlass mit dem iBasso DX200 einen Flaggschiff-DAP auf den Markt, dessen Innenleben Großes verspricht.

Die Produkte des chinesischen Herstellers iBasso genießen unter Liebhabern von mobilem Audio-Equipment einen guten Ruf. Den verdankt das Unternehmen neben der Qualität seiner Produkte auch seinem guten Support – so veröffentlichte iBasso erst kürzlich für den bereits 2015 erschienen DX80 ein umfangreiches Firmware-Update, keine Selbstverständlichkeit mehr heutzutage. Mit dem brandneuen iBasso DX200 stellt iBasso nach jahrelanger Entwicklung sein neues Topmodell vor, das mit entsprechend beeindruckender Technik aufwartet. Mit einem UVP von 1.099 Euro tritt dieser in direkte Konkurrenz mit Spitzenplayern wie dem Calyx M oder dem Astell & Kern AK300 und dergleichen. Vom Hersteller wird der iBasso DX200 jedenfalls als „echter Referenzplayer“ bezeichnet – eine Ansage, welche die Erwartungshaltung deutlich steigert.

Zwei Details, die auch der merkbar günstigere FiiO X7 vorweisen kann, heben den iBasso DX200 schon mal von der High End-Konkurrenz ab: zum einen ein modulares Kopfhörerverstärkersystem, zum anderen zwei separate Betriebssysteme. Neben dem klassischen Android-OS (Android 6.0.1, basiert auf Marshmallow – die meisten androidbasierten DAPs arbeiten meist noch mit der Vorgängerversion Lollipop) besitzt der iBasso DX200 das auf einem nativen Linux-Derivat basierende Betriebssystem Mango, welches kompromisslos auf optimierte Audiowiedergabe ausgelegt ist.

Der Lieferumfang des iBasso DX200 ist wirklich eines Flaggschiff-DAPs würdig – neben einer Lederschutzhülle, auf die wir noch im Detail eingehen, liegen ein USB Type-C-Kabel, ein SPDIF-Kabel, sowie ein Einbrennwiderstand bei, der für den unsymmetrischen Kopfhörereingang vorgesehen ist. Eine Schutzfolie ist bereits sorgfältigst auf dem Display angebracht. Das Ganze kommt optisch ansprechend verpackt in einem aufwendig designten Schuber – das macht bereits beim Auspacken Eindruck.

Digital Audio Player iBasso DX200. Das Verstärkermodul des iBasso DX200 ist austauschbar, Serienmäßig kommt der DAP mit dem extrem neutral klingenden AMP1-Modul (rechts). Der AMP2 klingt besonders warm und heimelig.
Das Verstärkermodul des iBasso DX200 ist austauschbar, Serienmäßig kommt der DAP mit dem extrem neutral
klingenden AMP1-Modul (rechts). Der AMP2 klingt besonders warm und heimelig.

Optik

Digital Audio Player iBasso DX200. Die Verpackung des iBasso DX200 ist sehr aufwändig und macht viel her.
Die Verpackung des iBasso DX200 ist sehr aufwändig und macht viel her.

Das Gehäuse des iBasso DX200 ist aus einem vollen Aluminiumblock gefräst, dessen Oberfläche anschließend kratzfest eloxiert wurde. Das macht nicht nur einen absolut robusten Eindruck, sondern sieht auch gut aus.

Die Front wird dominiert vom ultrascharfen 4.2″ IPS Touchscreen mit einer Auflösung von 768×1280 Pixeln. Eine auf der rechten Seite verschraubte, schwarze Aluminiumleiste, die die rechte obere Ecke des Players mit einfasst, enthält sämtliche Bedienelemente: die drei obligatorischen Transporttasten, die nahezu plan in die Leiste eingelassen sind und über einen guten Druckpunkt verfügen, die Powertaste sowie das Volume-Rad. Dieses ist clever und vor allem sicher in diese Konstruktion integriert. Es ist angenehm mit der richtigen Mischung aus Leichtgängigkeit und Widerstand zu bedienen und kann dank der Umrahmung nicht versehentlich um mehr als 5-6 Raststufen auf einmal verstellt werden.

Im Format fällt der iBasso DX200 nicht aus dem Rahmen – seine Maße sind beinahe identisch mit denen von Calyx M und FiiO X7, und er ist auch nur marginal schwerer. Die zum Schutz beigelegte Lederhülle gibt dem Player allerdings noch mehr Tiefe, so dass er beinahe die Maße des wuchtigen Astell & Kern KANN erreicht. Generell macht diese zwar hochwertig verarbeitete Hülle einen nicht sonderlich gut durchdachten Eindruck. Der Druckknopf, der den Rahmen der Hülle oberhalb des Volumenrades wieder verschließen soll, sitzt so ungünstig, dass eine Bedienung des Volumenreglers dadurch sehr fummelig und nervig wird. Eine solche Lösung wird einem Edel-Player eigentlich nicht gerecht.

Anschlüsse und Konnektivität

Auf der Oberseite des Players befindet sich ein optischer SPDIF/Coax Kombi-Ausgang sowie die USB-C-Buchse. Über diese wird der 4400mAh Li-Polymer Akku des Players geladen – die Ladezeit beträgt etwa 3 Stunden, die Akkulaufzeit variiert je nach Modus, Lautstärke und File-Typ zwischen 6-8 Stunden, bei sehr viel Button Mashing, Wirelessbetrieb oder rechenintensivem DSD-Streaming kann es auch mal weniger werden.

iBasso DX200. Mit Anschlüssen ist der DX200 reichlich bestückt. Das Verstärkermodul AMP1 bietet auch einen symmetrischen Kopfhörerausgang.
Mit Anschlüssen ist der iBasso DX200 reichlich bestückt. Das Verstärkermodul AMP1 bietet auch einen symmetrischen Kopfhörerausgang.

Außerdem lässt sich über die USB-C Schnittstelle der 64 GB Flashspeicher befüllen. Zur Speichererweiterung steht eine Mini SD-Schnittstelle zur Verfügung, so dass der Speicher auf insgesamt bis zu 320 GB wächst. Das ist zumindest schade, wenn man bedenkt, dass der günstigere iBasso DX80 über zwei Kartenslots verfügt und so eine deutlich größere Speichererweiterung möglich ist. Mit einem USB-OTG-Adapter lässt sich allerdings auch ein USB-Flashspeicher an den iBasso DX200 anschließen, so dass der Speicher auch auf bis zu 2 TB erweitert werden kann.

Auf der Unterseite des Players sitzt, in gleicher Manier wie beim FiiO X7, das austauschbare Verstärkermodul mit den dazugehörigen analogen Ausgängen. Der mitgelieferte AMP1 verfügt über einen 3,5 mm unsymmetrischen und einen 2,5 mm symmetrischen Kopfhörerausgang sowie einen Lineausgang (ebenfalls Miniklinke). Im Androidmodus ist der iBasso DX200 mit Wifi und Bluetooth 4.0 ausgestattet und wird mit der App der Wahl auch unkompliziert ins DLNA-Heimnetzwerk eingebunden.

Unter der Haube

Der DX200 ist mit High End-Komponenten auf dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet. Als CPU kommt der leistungsstarke 8-Core Rockchip RK3368 Prozessor zum Einsatz, an Arbeitsspeicher bringt er üppige 2 GB RAM mit. Neue Maßstäbe setzt iBasso bei der DAC-Wahl: Hier kommen gleich zwei ESS Sabre 32bit ES9028PRO zum Einsatz – jeder dieser Chips verfügt über acht DACs, so dass insgesamt 16 DACs im iBasso DX200 arbeiten – acht für jeden Kanal.
Der iBasso DX200 spielt APE, FLAC,WAV, WMA, AAC, ALAC, AIFF, OGG, MP3, DFF, DSF, sowie DXD. DSD wird nativ bis DSD512 wiedergegeben, PCM mit einer Auflösung von bis zu 32 Bit/384 kHz Bit for Bit.
Der mitgelieferte AMP1 liefert kräftige 6 Vrms (symmetrisch) und 3 Vrms (unsymmetrisch/ Line out). Der für etwa 200 Euro separat erhältliche AMP2 verfügt nur über Line-Out sowie einen unsymmetrischen Anschluss und liefert 3,2 Vrms – das Amp3-Modul ist inzwischen übrigens auch schon angekündigt. Für genug Power, um auch leistungshungrige Kopfhörer zu bespielen, ist also mit beiden Modulen gesorgt. Beachtlich dabei ist, dass das Konzept der Kopfhörermodule nicht etwa auf mehr Leistung ausgelegt ist, vielmehr soll jeder Verstärker einen völlig eigenen Klang an den Tag legen, so dass der iBasso in der Lage ist, die unterschiedlichsten Präferenzen der Nutzer zu bedienen. Die Module sind mittels beiliegendem Schraubenzieher blitzschnell ausgetauscht – einfach die beiden Schrauben an der Gehäuseseite lockern, dann lässt sich das Modul bei heruntergefahrenem Player kinderleicht an- oder abstecken.

GUI

Wie eingangs erwähnt, verfügt der iBasso DX200 über zwei Betriebssysteme. Im Mango-Betrieb besteht das GUI ausschließlich aus der Oberfläche des Mango-Players. Weder Wirelessfunktionen noch sonstige Apps werden unterstützt. Die Bootzeit im Mangomodus dauert etwa flotte 15 Sekunden. Das GUI ist simpel aufgebaut – der Startbildschirm ist gleichzeitig die Playeransicht. Hier findet sich, so getaggt, das Cover des abgespielten Albums sowie grundlegende Informationen zum Titel, wie Auflösung, Album und Interpret. Zudem gibt es eine Zeitleiste, auf der allerdings nicht, wie bei den meisten Playern üblich, geskippt, sondern nur durch Ziehen am Anspielpunkt gespult werden kann – dies geht etwas zögerlicher vonstatten als wir das von Playern vom Schlage eines Calyx M gewohnt sind.

Wird der Player im Mango-Modus neu gestartet, steht das Stück genau an der Stelle, an der man es unterbrochen hat – eine Funktion, die eine Vielzahl Player vermissen lassen. Besonders nett: selbst nachdem man zu Android gewechselt hat und später zu Mango zurückkehrt, ist die Merkfunktion dort noch aktiv. Auch der Androidmodus verfügt im Übrigen über eine Merkfunktion, allerdings wird hier nur der zuletzt gespielte Song von vorne wiedergegeben.

Swipt man von der Playeransicht zum linken Bildschirm, findet sich dort die Musikbibliothek, aufgeteilt in Künstler, Album, Genre, Verzeichnis, Alle Musik (= Songs), Jetzt wiedergeben (= das aktuell angewählte Album) sowie Wiedergabeliste. Playlists lassen sich im Mangomodus zwar erstellen, aber nicht individuell benennen.

Ein echter Wermutstropfen ist das Fehlen einer Suchfunktion, das dadurch noch etwas ärgerlicher wird, weil das Scrollen insbesondere durch die Ordneransicht etwas hakelig von Statten geht. Das ist im Mango-Betrieb des iBasso DX200 noch deutlicher ausgeprägt als im Android-System. Die Bibliotheksanordnung ist übersichtlich und dank großer Schrift auch sehr augenfreundlich, allerdings nicht ganz so intuitiv und schön wie das GUI der Player von Astell & Kern, welches derzeit wohl als das Maß aller Dinge im DAP-Markt betrachtet werden darf. Im dritten Bildschirm, rechts neben dem Player, ist die Einstellungssektion. Hier befindet sich der 10-Band-Equalizer, bei dem sich sechs verschiedene Kurven erstellen und speichern lassen. Zudem gibt es Stereobalance, lückenlose Wiedergabe, zwei verschiedene Gain-Stufen (High und Low), erweiterte Informationen zum gespielten Stück, Einstellungen zur USB-Nutzung (DAC- oder Ladebetrieb) und Wiedergabeeinstellungen wie Repeat und Shuffle. Außerdem stehen sieben verschiedene Digitalfilter zur Wahl – ein Zeichen, dass hier engagierte Ingenieursteams mit Freude am technisch Machbaren arbeiten. Über die klanglichen Vor- und Nachteile jedes einzelnen Filters lassen sich sicherlich ganze Foren füllen – welches das individuell richtige ist, muss und kann sich der Nutzer klanglich erarbeiten.

Unter dem Reiter „Erweiterte Einstellungen“ finden sich neben darstellungsbezogenen Einstellungen der Library-Rescan, mit dem Micro SD-Karte, Flashspeicher oder beides neu gelesen wird, sowie die Funktion zum Wechsel in das Android-System, den wir als etwas arg versteckt erachten. Dass Booten ins Android-Betriebssystem dauert etwa doppelt so lang wie der ins Mango-System. Das Androidsystem besitzt wie üblich einen Browser, über den beliebige Apps herunter geladen werden können – Streaming via Spotify, Qobuz oder Tidal (allerdings ohne MQA-Unterstützung) sind damit kein Problem.

Der Mango-Player, die herstellereigene Abspiel-App des Android-Systems, ist etwas anders aufgebaut als das Mango-Bertriebssystem. Der Grafikchip des Players kann hier aus dem Vollen schöpfen, die Galerieansicht der Alben-Bibliothek etwa ist hochperformant, was sich in dem blitzschnellen Aufbau der Covergalerie zeigt, hakelt allerdings dennoch etwas beim Scrollen. Kleine Effekte beim Wischen zwischen den Bildschirmen und optisch ansprechende Hintergrundgrafiken machen die Android-Version des Players etwas sympathischer. Playlisten lassen sich hier einfach erstellen und auch benennen – auf die Playlisten aus dem Mango-System lässt sich hier selbstverständlich nicht zugreifen. Das gilt auch in die umgekehrte Richtung. Außer den erwähnten Wireless-Funktionen, die sich wie bei Androidsystemen üblich, im Pulldown-Menü des GUI finden, sind keine Einstellungsmöglichkeiten gegeben, die das Mango-System nicht auch hätte. Um dorthin zurück zu gelangen, braucht es die Powertaste – über diese lässt sich der Player ausschalten, neustarten oder zu Mango wechseln. Auffallend sind die vielen Inkonsistenzen, die uns zwischen den Systemen aufgefallen sind – während viele Funktionen identisch sind, werden sie doch völlig unterschiedlich im GUI gelöst, was mindestens verwirrend ist – und mit dem Argument „Mango ist für kompromisslose Audiowiedergabe konzipiert“ lässt sich das auch nicht rechtfertigen.

Digital Audio Player iBasso DX200. Die FFT-Messung am Kopfhörerausgang zeigt erstklassige Ergebnisse. Rauschen und Klirr liegen weit jenseits von Gut und Böse.
Die FFT-Messung am Kopfhörerausgang zeigt erstklassige Ergebnisse. Rauschen und Klirr liegen weit jenseits von Gut und Böse.

Firmwareupdates, die über die Micro SD-Karte installiert werden – laut Hersteller sind auch OTA-Updates möglich, doch funktionierte dies während des Testzeitraum noch nicht – erscheinen momentan monatlich oder häufiger (zum Testzeitpunkt waren wir bei Systemversion 2.5.141 angelangt). Die Häufigkeit der Updates lässt zwei Schlüsse zu – die „Glas ist schon halb leer“-Variante ist, dass der iBasso DX200 zu Erscheinen noch nicht fertig konzipiert war, und der Nutzer eine Art Betatester ist. Die „Glas ist noch halb voll“-Variante ist, dass iBasso auf Userwünsche sehr schnell reagiert und stetig daran arbeitet, den Player zu verbessern. Dies ist letztendlich der entscheidende Ansatz. Es gibt gerade softwareseitig noch einiges auszubessern, doch die berechtigte Hoffnung ist, dass diese Kinderkrankheiten mit den nächsten Firmwareupdates aus der Welt geschafft werden.

Klang

Im Laufe der sehr intensiven Testphase hörten wir Unmengen an hochauflösendem Material (nach einer ebenso langen Einbrenn- beziehungsweise Einspielzeit) sowohl mit AMP1 als auch AMP2, den wir über mehrere Tage mit dem unsymmetrischen Einbrennwiderstand des redaktionseigenen iBasso DX80 einspielen ließen. Zudem ließen wir natürlich auch Mango und das Android-System gegeneinander antreten. Dabei hörten wir neben unserer Kopfhörerreferenz Audeze LCD-X unter anderen mit den In-Ears radius W n°4, Audeze iSine20 und Audeze LCDi4, dem geschlossenen Over Ear KEF Porsche Designs Space One sowie dem offenen, magnetostatischen Hifiman HE1000 V2. Mit allen Kopfhörern vom pflegeleichten In Ear bis zum anspruchsvollen Magnetostaten wurde der iBasso DX200 spielend fertig – unabhängig vom Verstärkermodul.

Der Klang des iBasso DX200 im Verbund mit dem AMP1 ist schlichtweg exzellent. Der Verstärker klingt völlig neutral und weist keinerlei Härten auf. Mit dem iBasso DX200 wird der Kopfhörer zum einzigen „Klangfärbungs-Instrument“ – der Player an sich bleibt klanglich völlig im Hintergrund. Plötzliche Dynamikattacken gibt er selbst über den leistungshungrigen LCD-X aus dem Stand heraus, sauber und ohne jegliche Klangveränderung wieder. Vor einem nachtschwarzen Hintergrund, der selbst beim Einschalten des Players keine Störgeräusche hören lässt und sogar den Calyx M in den Schatten stellt, entsteht die Musik im Kopfhörer mit einer nahezu unverschämten Souveränität und Selbstverständlichkeit. Die Abbildung der Bühne hat sich mit dem letzten Firmwareupdate sogar noch einmal verbessert – die ohnehin schon sehr Plastizität wurde hörbar verfeinert, so dass ein noch dreidimensionalerer Klang entsteht. Im Verbund mit Kopfhörern, die besonders tief hinab reichen, wie dem Space One oder dem LCDi4 zeigt sich eine exzellente, staubtrockene Tiefbasswiedergabe. Die Detailauflösung des iBasso DX200 ist ebenfalls exzellent. Mit dem AMP1 führt langes hören nur zu mehr Hörgenuss, aber niemals zu Ermüdungserscheinungen. Die Klangunterschiede zwischen den beiden Betriebssystemen sind nur marginal hörbar – im Mango-Modus erscheint uns der Klang aber noch einen kleinen Tacken detailreicher und souveräner.

Der AMP2 teilt sich die gute Detailauflösung und räumliche Staffelung mit dem AMP1, ist aber im Klangbild deutlich wärmer und dezenter, für manche Testhörer war es fast schon zu viel des Guten. Dieser Eindruck blieb auch nach der extralangen Einspielprozedur erhalten. Über das Maß der „analogen Wärme“ geht das deutlich hinaus. Dieses Klangbild wird sicherlich auch seine Liebhaber finden, ist aber deutlich spezieller als der neutrale und lebendigere AMP1 – insofern ist es nur konsequent, den AMP1 als Standardmodul einzusetzen.

Fazit

Der iBasso DX200 ist klanglich einer der derzeit besten Player auf dem Markt. Das dank der beiden Betriebssysteme und des modularen Verstärkersystem überaus flexibles Konzept macht ihn zudem an alle Hörgewohnheiten perfekt anpassbar. Sollten die Schwächen in der Software, wie die fehlende Suchfunktion und die kleinen Macken bei der Bedienung durch Firmwareupdates behoben werden – und dass iBasso hier ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein besitzt, hat sich in den letzten Monaten bestätigt – hat der iBasso DX200 das Zeug, an die einsame Spitze der Digital Audio Player aufzusteigen.

STECKBRIEF IBASSO DX200

Weitere Informationen

Abmessungen 128 x 69 x 20 mm
Gewicht 240 g
Preis 1.099,00 €

AUSSTATTUNG
Gehäuse Aluminum, aus dem Vollen gefräst
Speicher 64GB interner Speicher , Micro SD Kartenslot
Anschlüsse Optisch/ Koaxial Output: 3,5 mm, Kopfhörer: 3,5 mm unsymmetrisch + 2,5 mm symmetrisch, Line out: 3,5 mm symmetrisch, USB Type-C
Display 4.2″ IPS Screen (768×1280)
Akkulaufzeit 6-8 Stunden
Akkuladezeit 3 Stunden
Kopfhörerverstärker Modulares Kopfhörerverstärkersystem, AMP1: 6Vrms (symmetrisch), 3 Vrms (Line Out/ HP Out)
WiFi 5G WiFi (im Android Modus
Bluetooth V4.0 (im Android-Modus)
DLNA-Streaming Ja (im Android-Modus)

TECHNISCHE DATEN
Betriebssystem 2 Modi: Android 6.0/ Mango OS
CPU 8-Core ARM Cortex-A53
RAM 2 GB
DAC SABRE ES9028PROx2 (2x 8 Kanal)
Auflösung 32bit/384 kHz PCM, DSD bis DSD512
Unterstützte Dateiformate APE, FLAC,WAV, WMA, AAC, ALAC, AIFF, OGG, MP3, DFF, DSF, DXD (DSD nativ)

AUDIOEINSTELLUNGEN
EQ 10-Band graphischer Equalizer (speicherbar) mit 5 Presets
Weitere Einstellungen L/R Balance, Gain High/Low, 7 verschiedene Digitalfilter-Filter,

WEITERE FUNKTIONEN
USB-DAC, Lückenlose Wiedergabe, Tidal-Integration im Android-Modus

ZUBEHÖR
Lederschutzhülle, USB-C-Kabel, Einbrennkabel für symmetrischen Ausgang, Koaxialkabel, Quickstartguide, Garantiekarte

BEWERTUNG IBASSO DX200

TESTERGEBNIS Punkte
Klang (40%) 88
Verarbeitung (15%) 89
Bedienung Hardware (15%) 84
Bedienung Software (15%) 87
Ausstattung (15%) 90
Testurteil 87,7
Preis-Leistung sehr gut – überragend

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